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    Spendersamen

    Die erste erfolgreiche Schwangerschaft mit zuvor gefrorenem Sperma wurde 1953 gemeldet. Seitdem ist die Nachfrage nach Spendersamen exponentiell gestiegen. 

    Erfahren Sie mehr darüber, was Spendersamen ist und wie Sperma eingefroren wird.  


    Was ist Spendersamen? 

    Spendersamen ist Sperma, das einer Kinderwunschklinik oder einer Samenbank von einem Mann gespendet wird und für eine Kinderwunschbehandlung einer Frau verwendet wird, die schwanger werden möchte.  

      

    Aufbereitung von Spendersamen  

    Vor der Spende wird das Sperma zunächst untersucht, um sicherzustellen, dass die Qualität für eine Samenspende ausreichend hoch ist. Bei diesen Tests kann einerseits die Spermienzahl an sich, d. h. die Konzentration der Spermien pro ml, sowie die Konzentration motiler Spermien pro ml (auch als Motilität bzw. MOT bezeichnet) ermittelt werden. Die Motilität legt die Qualität des Spermas fest. Eine normale Spermienzahl liegt zwischen 15 und über 200 Millionen Spermien pro ml. 

    Im Anschluss wird der Spendersamen für verschiedene Typen der künstlichen Insemination aufbereitet. Dazu gehören:  

     Die verschiedenen Methoden der künstlichen Insemination erfordern eine unterschiedliche Aufbereitung. Das Sperma wird entweder „roh“, d. h. zusammen mit allen natürlichen Flüssigkeiten, die in einem normalen Ejakulat enthalten sind, oder „gereinigt“ eingefroren, d. h. ohne die natürlichen Ejakulationsflüssigkeiten. Die Reinigung des Spermas dient dazu, abnorme Spermien abzuscheiden und so eine höhere Konzentration motiler Spermien zu erreichen. Dies ist für einige, aber nicht für alle Behandlungen notwendig.  

    Sobald die Qualität bestätigt und das Sperma für die Behandlung aufbereitet wurde, wird der Spendersamen in kleinere Teilmengen aufgeteilt und zum Einfrieren in Halme gefüllt.   

    Gefrorener Spendersamen  

    Zum Einfrieren von Spendersamen werden besondere Kryoprotektanten („Gefrierschutz“) verwendet, um den Gefrierprozess zu unterstützen und durch Eiskristalle verursachte Schäden an den Spermien zu vermeiden. Das Sperma wird mithilfe von verdampfendem Flüssigstickstoff allmählich eingefroren und in einem Stickstoffbehälter bei –196 °C gelagert.  

    Das Einfrieren von Spendersamen wird auch als Kryokonservierung bezeichnet. Bei diesen extrem niedrigen Temperaturen setzt die biologische Aktivität vollständig aus, sodass das Sperma nicht von Bakterien oder Mikroben angegriffen werden kann. Das Sperma wird weder schlecht noch altert es, sodass davon ausgegangen wird, dass es zeitlich unbegrenzt in der Kryokonservierung verbleiben kann.  

    Das Hauptproblem bei der Kryokonservierung ist, dass nicht alle Spermien das Einfrieren und Auftauen überleben. Da jedoch nur Sperma mit einer hohen Spermienkonzentration für die Spende zugelassen und die Spermienqualität (MOT) erst nach dem Einfrieren und Auftauen bestimmt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, genug gesunde Spermien für eine Kinderwunschbehandlung zur Verfügung zu haben, sehr hoch.  

    Entscheidend ist, dass die Fähigkeit der Spermien, eine Eizelle zu befruchten, durch das Einfrieren und Auftauen nicht beeinträchtigt wird. 

    Cryos verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Kryokonservierung. Unsere Verfahren sind dank unseres CASA-Systems (Computer Assisted Sperm Analysis; dt. computergestützter Spermienanalyse) hochgradig standardisiert, was präzise quantitative Messungen der Spendersamenqualität ermöglicht.  

    Indem wir der technischen Entwicklung folgen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen, werden auch wir immer besser.