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Die Qual der Wahl: Basisprofil oder erweitertes Spenderprofil?

Nach Cryos | 5/6/2018
Basisprofil oder erweitertes Spenderprofil

Auf der Suche nach dem richtigen Samenspender? Dann haben Sie die Wahl. Soll es ein Spender mit Basisprofil oder ein Spender mit erweitertem Profil sein? Neben dieser Auswahl müssen Sie sich gleichzeitig noch entscheiden, ob Sie einen Non-ID Release oder ID Release Spender wollen.

 

Sowohl Spender mit Basisprofil als auch solche mit erweitertem Profil können jeweils Non-ID Release oder ID Release sein. Das heißt, dass der Profiltyp (Basis oder erweitert) keinen Rückschluss darauf zulässt, ob der Spender Non-ID Release oder ID Release ist. Sie fragen sich vielleicht, was das Ganze dann überhaupt soll. Die Antwort darauf erhalten Sie in diesem Beitrag, in dem wir Ihnen die Unterschiede zwischen einem Basisprofil und einem erweiterten Profil vorstellen.

Was ist ein Basisprofil?

Samenspender mit Basisprofil sind bei Cryos mit einer Nummer, wie etwa 456, 8756 oder 11250 registriert. Basisprofile enthalten Grundinformationen über den Spender, wie etwa zu seiner Herkunft, Ethnizität, Haar- und Augenfarbe, Körpergröße, Gewicht und Blutgruppe. Oft sind auch Angaben zu Ausbildung und Beruf des Spenders enthalten. Basisprofile sind einfach gehalten, daher finden Sie dort beispielsweise keine Kinderfotos oder Tonaufnahmen.

Was ist ein erweitertes Profil?

Samenspender, die ein erweitertes Spenderprofil anlegen lassen, sind bei Cryos mit einem fiktiven Namen/Pseudonym. wie etwa ERIK, IB, PER, OLUF oder SVEND, registriert. Erweiterte Profile enthalten neben den Informationen, die auch ein Basisprofil enthält, noch fünf bis sechs Seiten mit persönlichen Angaben des Spenders. Dabei handelt es sich um Angaben, die der Spender über sich selbst gemacht hat. Das erweiterte Profil gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wer der Spender als Person ist. Es enthält Angaben zu seiner Bildung, seinem familiären Hintergrund, seiner Persönlichkeit sowie zu seinen Hobbys und Interessen. Hinzu kommen Kinderfotos des Spenders, ein EQ-Profil (EQ = emotionale Intelligenz), eine handgeschriebene Nachricht sowie eine Tonaufnahme der Stimme.

Woran soll ich mich bei der Entscheidung zwischen Basisprofil und erweitertem Profil orientieren?

Ob Sie sich für ein Basisprofil oder ein erweitertes Profil entscheiden sollten, müssen Sie für sich selbst entscheiden, auch wenn es Ihnen schwerfallen sollte. Um die Entscheidung zu erleichtern, können Sie sich jedoch zwei Fragen stellen:

  • Wie viel möchte ich bzw. möchten wir über den Samenspender als Person wissen?
  • Wie viel soll mein bzw. unser zukünftiges Kind über seine genetische Herkunft erfahren?

Wenn die Antworten auf diese Fragen „so viel wie möglich“ lauten, passt ein Spender mit einem erweiterten Profil besser zu Ihnen. Bei einem Spender mit erweitertem Profil erhalten Sie genug Informationen, um sich vorstellen zu können, was für eine Art Mensch der Spender ist. Sie können sich zudem die Kinderfotos des Spenders ansehen und so vielleicht eine Ähnlichkeit zu sich oder Ihrem Partner als Kind feststellen. Erweiterte Profile werden oft (aber natürlich nicht immer) von alleinstehenden Frauen oder gleichgeschlechtlichen Paaren gewählt, die den ausdrücklichen Wunsch hegen, dass ihr Kind seine genetische Herkunft kennt.

Kostenloser Zugang zu Spenderprofielen

Wenn Sie dagegen möglichst wenig über den Samenspender wissen möchten, ist ein Samenspender mit Basisprofil die bessere Wahl für Sie. Mit einem Basisprofil erhalten Sie nur die grundlegendsten Angaben zum Spender, was für Sie ausreichend sein kann. Basisprofile werden oft von heterosexuellen Paaren gewählt, aber wie gesagt, auch hier kommt es immer darauf an. Es kann ganz unterschiedliche persönliche Gründe für die Wahl eines Samenspenders mit Basisprofil oder erweitertem Profil geben.

Wählen Sie den Profiltyp aus, der sich für Sie richtig anfühlt.

Die Wahl liegt allein bei Ihnen. Am wichtigsten dabei ist, dass Sie bei Ihrer Entscheidung auf Ihr Herz hören.

Wenn Sie eine Insemination in einer Kinderwunschklinik durchführen lassen, sollten Sie (vor dem Kauf des Spermas) sicherstellen, dass die Klinik Sie gemäß den nationalen Gesetzen mit dem von Ihnen gewünschten Spendertyp behandeln darf. Die Gesetzgebungen sind von Land zu Land verschieden. In einigen Ländern können Sie frei zwischen beiden Profiltypen wählen. In anderen Ländern dürfen Kliniken dagegen nur Inseminationen mit Sperma von Non-ID Release Spendern bzw. nur mit Sperma von ID Release Spendern durchführen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihre Klinik oder den Cryos Customer Care.

Möchten Sie sich mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen?

Wir möchten Sie gerne zu Family Dreams, einer von Cryos ins Leben gerufenen Facebook-Gruppe, einladen. In der Gruppe können Sie mit Gleichgesinnten in Kontakt kommen und sich mit diesen über verschiedenste Themen austauschen, wie etwa Fertilität, Spendersamen, Kinderwunschbehandlungen und natürlich Ihren Traum von Familie. Hier gelangen Sie zur Gruppe.

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