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Kinderwunschbehandlung

ICSI – Was ist das und wie läuft sie im Einzelnen ab?

By Cryos | 1/9/2020
ICSI-Behandlungen

Wenn die Schwangerschaft einfach nicht eintreten möchte, stellen viele Menschen irgendwann fest, dass sie unfruchtbar sind. Zum Glück gibt es verschiedene Methoden, mit denen Unfruchtbarkeit behandelt werden kann. Eine davon ist die intrazytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI. 

Die ICSI ähnelt einer In-vitro-Fertilisation (IVF), allerdings wird bei der ICSI eine einzelne Samenzelle direkt in eine Eizelle gespritzt. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wann eine ICSI infrage kommt und wie diese Art der Kinderwunschbehandlung im Einzelnen abläuft. 

Wann ist eine ICSI das Mittel der Wahl?

ICSI-Behandlungen sind dann das Richtige, wenn die Spermienqualität des Mannes nicht ausreicht, um die Eizelle auf natürlichem Wege zu befruchten. Bei einer sehr schlechten Spermienqualität, zum Beispiel aufgrund einer Erbkrankheit, kann es für die ICSI sogar erforderlich sein, die Samenzellen operativ aus den Hoden zu extrahieren. Eine ICSI ist auch dann empfehlenswert, wenn es bei vorangehenden In-vitro-Fertilisationen zu keiner Befruchtung oder zur Befruchtung nur weniger Eizellen kam.

Ablauf einer ICSI – Schritt für Schritt erklärt

Die ICSI ist eine besondere Form der In-vitro-Fertilisation (IVF). Anstatt einfach Samenzellen in eine Petrischale mit einer Eizelle zu geben, wird eine einzelne Samenzelle direkt in die Eizelle injiziert.

Schritt 1: Hormonstimulation

In einem ersten Behandlungsschritt bekommt die Frau Fortpflanzungshormone, um die Eizellproduktion in den Eierstöcken anzuregen.

Schritt 2: Eizellentnahme

Wenn sich die Eizellen ausreichend weit entwickelt haben, werden sie mit einer feinen Kanüle aus den Eierstöcken entnommen.

Schritt 3: Befruchtung der Eizellen im Labor

Im Labor werden Samenzellen aus einer Spermaprobe des männlichen Partners oder eines Samenspenders ausgewählt. Daraufhin wird je eine einzelne Samenzelle in die im vorangehenden Schritt gewonnenen Eizellen injiziert. Das Verfahren wird mithilfe einer feinen Kanüle ausgeführt, durch die die Samenzelle in die Eizelle gelangt.

ICSI Behandlung

Schritt 4: Inkubation der Eizellen

Die Eizellen werden in einen Inkubator gelegt und haben dort die Möglichkeit, sich innerhalb weniger Tage zu Embryos zu entwickeln.

Schritt 5: Transfer befruchteter Eizellen in die Gebärmutter

Ein oder mehrere Embryos werden in die Gebärmutter eingepflanzt und führen dort, wenn alles gut läuft, zu einer Schwangerschaft.

ICSI-Behandlungen mit Spendersamen

Eine ICSI mit Spendersamen kann dann angezeigt sein, wenn bei früheren Versuchen nur wenige Eizellen der Frau befruchtet werden konnten, nur wenige Eizellen zur Verfügung stehen, der Partner nicht über gesunde Samenzellen verfügt oder kein männlicher Partner vorhanden ist. Hier erfahren Sie, welche Art von Spendersamen für eine ICSI verwendet werden kann.

Wenn Ihnen dieser Blogpost gefallen hat, interessieren Sie sich vielleicht auch für die Unfruchtbarkeit bei Männern sowie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit Spendersamen.