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Unfruchtbarkeit und Behandlung

10 Irrtümer über Unfruchtbarkeit

Nach Cryos | 4/11/2022
Ein Paar wird zu den Irrtümern über Unfruchtbarkeit beraten

Leider gibt es viele falsche Vorstellungen, was Unfruchtbarkeit betrifft und wie Paare Kinderwunschbehandlungen erleben. Wie die Fakten aussehen, ist da manchmal nur schwer zu erkennen. Daher haben wir in diesem Artikel einige häufige Aussagen zum Thema Unfruchtbarkeit zusammengetragen und erklären Ihnen, ob und warum diese falsch sind.

1. Unfruchtbarkeit? Das betrifft doch nur wenige

Dieser häufige Irrtum rührt schlicht daher, dass es oft nicht sehr angenehm ist, über Unfruchtbarkeit zu sprechen. So entsteht schnell der Eindruck, dass im Grunde alle Babys auf natürlichem Wege gezeugt werden. Laut WHO sind allerdings 15 % aller Paare von irgendeiner Art von Unfruchtbarkeit betroffen und sind, um Kinder zu bekommen, auf Kinderwunschbehandlungen, wie etwa eine IUI-Behandlung oder Keimzellspenden, angewiesen.

Wenn Sie von Unfruchtbarkeit betroffen sind, sind Sie also alles andere als allein. Auch bei einer Kinderwunschbehandlung wären Sie in guter Gesellschaft. Und zum Glück haben diese am Ende meist auch Erfolg.

2. Unfruchtbarkeit liegt meist an der Frau

Unfruchtbarkeit betrifft beide Geschlechter, Männer und Frauen, und die Ursachen sind dabei gleichmäßig verteilt. Bei einem Drittel der Paare, die unter Unfruchtbarkeit leiden, geht diese auf Faktoren sowohl beim Mann als auch der Frau zurück oder die Ursachen sind unbekannt. Bei den anderen zwei Dritteln, die sich einer Kinderwunschbehandlung unterziehen, liegt die Ursache entweder beim Mann oder der Frau.

3. Für die Chancen einer natürlichen Schwangerschaft ist nur das Alter der Frau relevant

Diese Vorstellung ist nicht völlig falsch, da die weibliche Fruchtbarkeit mit steigendem Alter sinkt und die Chance einer natürlichen Empfängnis nach dem 35. Lebensjahr bereits deutlich reduziert ist. Allerdings sinkt auch die Fruchtbarkeit beim Mann im Laufe der Zeit, allerdings nicht so schnell wie bei der Frau. Somit ist zwar das Alter beider Partner wichtig, wirkt sich aber unterschiedlich stark aus. Wenn Sie nach Tipps suchen, wie Sie Ihre Fruchtbarkeit verbessern können, folgen Sie dem Link zu unserem Blogartikel zum Thema.

Da man ganz allgemein davon ausgehen kann, dass die Fruchtbarkeit mit dem Alter abnimmt, sind die Chancen auf eine natürliche Schwangerschaft bei jungen Männern und Frauen am höchsten. Aber Vorsicht vor dem Umkehrschluss. Nur weil man jung ist, ist eine natürliche Schwangerschaft längst nicht immer garantiert. Denn leider gibt es auch Krankheiten, die bei beiden Geschlechtern zu Unfruchtbarkeit führen können. In manchen Fällen sind es Erbkrankheiten, in anderen ist die Unfruchtbarkeit die Folge von Operationen oder Krankheiten wie Krebs.

Der weibliche Reproduktionsapparat

Der weibliche Reproduktionsapparat

4. Hormonelle Verhütung kann zu Unfruchtbarkeit führen

Ein Zusammenhang zwischen herkömmlicher hormoneller Verhütung und Unfruchtbarkeit konnte in keiner einzigen Studie nachgewiesen werden. Also machen Sie sich keine Sorgen, auch wenn Sie mehrere Jahre lang hormonelle Verhütungsmittel genutzt haben.

5. Unfruchtbarkeit? Man muss es doch nur einfach intensiver und öfter versuchen

Bei manchen Paaren stimmt das sogar. Bei vielen anderen ist diese Herangehensweise leider wirkungslos. Natürlich steigen Ihre Chancen, auf natürliche Weise schwanger zu werden, wenn Sie es häufig versuchen. Besonders gilt das für die Zeit um den Eisprung. Aber auch Lebensstil und Ernährung spielen eine Rolle, wenn man die Chancen auf eine Schwangerschaft steigern möchte. Eine gesunde Ernährung und ein Verzicht auf Alkohol und Tabak im Alltag können die Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen erhöhen.

Manchmal genügt aber auch das nicht, wenn es die Samen- und Eizellen selbst sind, die keine natürliche Empfängnis erlauben. In diesen Fällen kommen Kinderwunschbehandlungen bzw. Verfahren mit Spendersamen oder Spendereizellen infrage.

6. Solange er ejakulieren kann, ist ein Mann fruchtbar

Man kann den Eindruck haben, dass eine Ejakulation beim Mann bereits ein sicheres Zeichen für seine Fruchtbarkeit ist. Aber weit gefehlt. Damit eine Samenzelle die Eizelle befruchten kann, muss sie bestimmte Eigenschaften haben. Sie muss stark sein, eine normale Form haben und motil (d. h. beweglich) sein. Mit bloßem Auge kann man das nicht erkennen. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Sperma gut genug für eine natürliche Empfängnis ist, sollten Sie eine Samenanalyse durchführen lassen, bei der Ihr Sperma im Labor untersucht wird.

7. Ein unregelmäßiger Zyklus ist gleichbedeutend mit Unfruchtbarkeit

Ein unregelmäßiger Zyklus der Frau kann ein Zeichen von Unfruchtbarkeit sein, doch schließt er eine natürliche Schwangerschaft oder eine Schwangerschaft nach einer Kinderwunschbehandlung meist nicht aus. Einen unregelmäßigen Zyklus zu haben und unfruchtbar zu sein, sind nicht gleichzusetzen. Allerdings bewirkt ein unregelmäßiger Zyklus, dass das Kinderkriegen oft länger dauert oder hierfür eine Hormonbehandlung erforderlich wird.

Ein junges Paar leider unter Unfruchtbarkeit

Ein junges Paar leider unter Unfruchtbarkeit

8. Unfruchtbarkeit lässt sich immer behandeln

Bei den meisten Paaren, die Probleme damit haben, auf natürlichem Wege oder auch mit einer Kinderwunschbehandlung schwanger zu werden, klappt es irgendwann. Leider bleibt anderen dieses Glück verwehrt. Unfruchtbarkeit ist nicht immer heilbar, sodass in einigen Fällen nur noch eine Eizell- oder Samenspende als Lösung verbleibt.

Das war etwa bei Johan der Fall, der mithilfe einer Samenspende Vater geworden ist. Der Link führt Sie zu seiner Geschichte.

9. Wenn man schon einmal schwanger war, klappt es auch noch einmal

Die sogenannte „sekundäre Sterilität“ ist nicht unbedingt ein sehr prominentes Thema. Viele Menschen scheinen zu glauben, dass wenn ein Paar bereits eine Schwangerschaft hinter sich hat, die nächste auch kein Problem ist. Das stimmt leider nicht immer. Bei Paaren, die 6 Monate oder länger versuchen, schwanger zu werden, kann häufig die Diagnose „sekundäre Sterilität“ gestellt werden.

Diese äußert sich auch in Form von wiederholten Fehlgeburten. Die Frau kann also empfangen, die Schwangerschaft aber nicht halten. Wenn Sie unter sekundärer Sterilität leiden, sollten Sie auf Kinderwunschbehandlungen zurückgreifen, auch wenn Ihr erstes Kind natürlich gezeugt wurde.

10. Einfach entspannen, dann klappt es schon

Diesen Satz hören Paare, die unter Unfruchtbarkeit leiden, ziemlich oft. Allerdings ist in keiner Weise belegt, dass sich Stress auf die Fruchtbarkeit auswirkt. Wenn es mit der natürlichen Empfängnis bei Ihnen nicht ohne Weiteres funktioniert, sollten Sie sich an eine Kinderwunschklinik wenden oder vielleicht versuchen, Ihre Fruchtbarkeit durch einen gesünderen Lebensstil zu verbessern.

Wenn Sie für Ihren Kinderwunsch auf Spenderkeimzellen angewiesen sind, besuchen Sie doch unsere kostenlose Samenspendersuche oder Eizellspendersuche, wo wir Ihnen alle verfügbaren Spenderinnen und Spender vorstellen. Lesen Sie gerne auch unseren Blogartikel zum Thema Irrtümer über Spendersamen.

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen mit diesem Artikel weiterhelfen konnten. Wenn Sie vor der Bestellung von Spendersamen noch Fragen haben, wenden Sie sich gerne jederzeit an den Customer Care von die dänische Samenbank Cryos. Wir helfen Ihnen gerne weiter.