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Unfruchtbarkeit und Behandlung

IVF – Was ist In-vitro-Fertilisation?

By Cryos | 11/30/2017
Was ist IVF?

Sicher haben Sie schon einmal von der In-vitro-Fertilisation, oder kurz IVF, gehört. Wissen Sie aber auch, wie sie im Detail abläuft und wann die IVF infrage kommt? Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Dinge rund um die IVF vor.

Was ist IVF? 

Die In-vitro-Fertilisation ist eine fortpflanzungsmedizinische Behandlungsmethode. In vitro bedeutet dabei „im Glas“. Diese Bezeichnung rührt daher, dass die Eizelle in einer Petrischale von Hand mit dem Sperma befruchtet wird. Wenn sich ein Embryo bildet, transferiert ein Arzt diesen in die Gebärmutter, wo sich der Embryo im Optimalfall einnistet und eine Schwangerschaft eintritt. Seit 1978 das erste Kind aus einer In-vitro-Fertilisation geboren wurde, sind mit dieser Methode Millionen von Frauen schwanger geworden.  

Ablauf einer IVF-Behandlung 

  • Schritt  1: Zu Beginn einer IVF-Behandlung müssen Fruchtbarkeitshormone eingenommen werden. Diese stimulieren die Reifung der Eizellen in den Follikeln der Eierstöcke. Ohne Medikation reift in der fruchtbaren Phase der Frau jeweils nur eine Eizelle heran, mit den Hormonen dagegen gleich mehrere. 
  • Schritt  2: Sobald die Eizellen in den Eierstöcken herangereift sind, saugt der Arzt die Eizellen unter Betäubung ab. 
  • Schritt  3: Nach der Entnahme der Eizellen bereitet der Arzt die Eizellen für die Befruchtung in einer Petrischale im Labor vor. Schließlich werden Samenzellen in die Petrischale mit der Eizelle gegeben, um diese zu befruchten. Alternativ kann der Embryologe je ein Spermium direkt in die Eizellen einführen, um die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung zu erhöhen. Dies wird dann ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) genannt. 
  • Schritt  4: Wenn es zu einer Befruchtung der Eizellen durch Spermien gekommen ist, bilden sich Embryos. Die Embryos wachsen 3 bis 5 Tage lang in einem Inkubator heran, bis sie ausreichend entwickelt sind. 
  • Schritt  5: Wenn sich die Embryos ausreichend entwickelt haben, transferiert der Embryologe einen der Embryos mithilfe eines Katheters in die Gebärmutter der Frau. Bei Erfolg kommt es im Anschluss zu einer Schwangerschaft. Damit ist die Behandlung beendet. 

Wenn sich mehr als ein Embryo erfolgreich entwickelt, können die überzähligen Embryos eingefroren und für einen weiteren Versuch oder für Geschwisterkinder genutzt werden. 

Woman having an ultrasound after IVF treatment

Wann die In-vitro-Fertilisation infrage kommt 

Eine In-vitro-Fertilisation kommt dann infrage, wenn bei Ihnen Störungen im Bereich der Eileiter vorliegen oder Sie beispielsweise an Krankheiten wie Endometriose oder dem polyzystischen Ovarialsyndrom leiden. Die IVF ist auch dann eine Option, wenn sich bei Ihnen trotz mehrerer Versuche und ohne Befund über längere Zeit keine Schwangerschaft einstellt oder die Spermienqualität des Mannes nachweislich niedrig ist. Wenn die Eizellen der Frau nicht ausreichend gesund sind, kann eine IVF auch mit gespendeten Eizellen durchgeführt werden. 
 
Sowohl als alleinstehende Frau als auch als Paar haben Sie die Möglichkeit, eine IVF mit Spendersamen durchführen zu lassen. 

Wie viele Samenhalme werden für eine IVF benötigt? 

Wenn Sie sich einer IVF-Behandlung mit Spendersamen unterziehen, empfiehlt Ihnen Cryos, einen Samenhalm mit einer Motilität (MOT) von 5 oder mehr zu bestellen. Über unsere kostenlose Spendersuche können Sie Samenhalme für die Behandlung in Ihrer Kinderwunschklinik bestellen. Bei Fragen zum Ablauf hilft Ihnen der Cryos Customer Care gerne weiter. 
 
In unserer Facebook-Gruppe Family Dreams treffen Sie andere Menschen, die entweder bereits Kinder mithilfe von Spendersamen bekommen haben oder gerade dabei sind, sich einer Kinderwunschbehandlung mit Spendersamen zu unterziehen.