Non-ID Release- und ID Release-Samenspender

    Die Wahl zwischen einem Non-ID Release- und ID Release-Spender entscheidet darüber, ob Ihr Kind später einmal herausfinden kann, wer der Spender ist. Wir möchten Ihnen hier die Unterschiede genauer schildern und Ihnen erklären, was Sie bei der Wahl des für Sie passenden Spendertyps bedenken sollten.


    Bei der Auswahl eines Samenspenders müssen Sie schon recht früh entscheiden, ob Sie einem Non-ID Release- oder einem ID Release-Spender den Vorzug geben. Dies ist eine sehr individuelle Entscheidung und hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und Überzeugungen sowie von der Gesetzeslage im Behandlungsland ab.

    Wichtig dabei ist aber: Ganz egal, wie Sie sich entscheiden, für einen Non-ID Release- oder einen ID Release-Spender, in beiden Fällen hat der Spender zugestimmt, von sich aus keinen Kontakt zu den Kindern zu suchen, die mit seiner Hilfe gezeugt werden.

      

    ID Release Samenspender von Cryos auf Fahrrad

    Länderspezifische Einschränkungen bezüglich Non-ID Release und ID Release

    Auch nach 70 Jahren Samenspende wird die Frage, ob Non-ID Release- oder ID Release-Spender das „Richtige“ sind, noch immer weltweit diskutiert. So kommt es, dass man in einigen Ländern frei zwischen Non-ID Release- und ID Release-Spendern wählen kann, während man in anderen Ländern diese Wahl nicht hat. Auf der Karte weiter unten erhalten Sie einen Überblick über die diesbezügliche Gesetzgebung in den verschiedenen Ländern.

    Damit Sie nicht versehentlich gegen die vor Ort geltenden Vorschriften verstoßen, empfehlen wir Ihnen, vor der Entscheidung für einen Spender zunächst zu prüfen, welche gesetzlichen Vorgaben im Behandlungsland gelten. Normalerweise wird Ihnen Ihre Kinderwunschklinik sagen können, welcher Spendertyp für Ihre Behandlung erlaubt ist. Alternativ hilft Ihnen aber auch das Cryos-Kundenserviceteam gerne bei dieser Frage weiter.

    Was ist ein Non-ID Release-Spender?

    Mit einem Non-ID Release-Spender (manchmal auch als anonymer samenspender oder nicht kontaktierbarer samenspender bezeichnet) ist keine Kontaktaufnahme möglich. Das bedeutet, dass Sie oder Ihr Kind zu keinem Zeitpunkt in der Zukunft die Möglichkeit haben werden, mehr über den Spender zu erfahren als das, was bereits im Spenderprofil steht. Wir werden die Identität des Spenders weder Ihnen noch Ihrem Kind offenlegen.

    Der Spender hat selbst entschieden, Non-ID Release-Spender zu sein und damit für Sie und Ihr Kind anonym zu bleiben. Gleichzeitig hat er erklärt, seinerseits keinen Kontakt zu potenziellen Spenderkindern aufzunehmen. Auch Sie stimmen über die Vertragsbedingungen beim Kauf von Spendersamen zu, in der Zukunft keinen Versuch zu unternehmen, den Spender zu kontaktieren. Mit den heutigen DNA-Testverfahren kann es aber sein, dass Kinder und Spender auch so zueinander finden, ohne dass dies zu Anfang beabsichtigt war. Uns ist klar, dass Sie vielleicht gerne mehr über Ihren Spender wissen möchten. Wir möchten Sie jedoch bitten, die Entscheidung des Spenders, Non-ID Release-Spender zu sein und Ihnen gegenüber anonym bleiben zu wollen, zu respektieren.

    Was spricht für einen Non-ID Release-Spender?

    Es gibt verschiedene Gründe, einen Non-ID Release-Spender zu bevorzugen:

    • Sie möchten lieber so wenig wie möglich über den Spender wissen.
    • Sie möchten nicht, dass der Spender im Leben Ihres Kindes über die Samenspende hinaus irgendeine Rolle spielt.
    • Sie müssen gemäß den Vorschriften Ihres Behandlungslands einen Non-ID Release-Spender wählen.

    Ob Sie sich nun für einen Non-ID Release- oder ID Release-Spender entscheiden, es ist eine sehr persönliche Entscheidung. Sie allein wissen, was das Richtige für Sie ist.

    Cryos-Spender am Telefon entscheidet: ID Release (nicht-anonymer/offener Spender) oder Non-ID Release (anonymer Spender)

    Was ist ein ID Release-Spender?

    Wenn Sie sich für einen ID Release-Spender (manchmal auch nicht-anonymer Spender oder offener Spender genannt) entscheiden, wird Ihr Kind ab seinem 18. Geburtstag die Möglichkeit haben, bei Cryos zu erfahren, wer der Spender ist. Der Spender hat sich dafür entschieden, ein ID Release-Spender, also nicht-anonym, zu sein, und zugestimmt, von den Kindern kontaktiert werden zu können, die mit seinem Sperma gezeugt werden.

    Auch wenn der Spender zugesagt hat, für eine Kontaktaufnahme zur Verfügung zu stehen, können wir natürlich nicht garantieren oder prüfen, ob der Spender tatsächlich noch für das Kind ansprechbar ist, wenn es 18 Jahre alt wird, oder er es sich vielleicht mittlerweile anders überlegt hat.

    Um die personenbezogenen Daten des Spenders erhalten zu können, muss das Kind nachweisen, dass es aus einer Behandlung mit Spendersamen eines bestimmten ID Release-Spenders von Cryos hervorgegangen ist. Wenn Sie mit dem Sperma eines Samenspenders von Cryos ein Kind bekommen, können Sie ein Bescheinigung für Spenderkinder anfordern, mit dem Ihr Kind nach Erreichen des 18. Lebensjahrs die personenbezogenen Daten des Spenders anfragen kann. Wenn Sie ein Bescheinigung für Spenderkinder für Ihr Kind möchten, können Sie unser Kundenserviceteam kontaktieren. Dieses sendet Ihnen das Bescheinigung für Spenderkinder per E-Mail zu.

    Der Spender erhält von Cryos auf keinen Fall Informationen zu Ihnen oder Ihrem Kind. Es liegt also ganz beim Kind, ob es Kontakt zum Spender suchen möchte oder nicht.

    Was spricht für einen ID Release-Spender?

    Warum man sich für einen ID Release-Spender, also einen nicht-anonymen bzw. „offenen“ Samenspender, entscheidet, kann von Person zu Person unterschiedlich sein. So sind in einigen Ländern beispielsweise Kinderwunschbehandlungen mit Fremdsperma nur bei ID Release-Spendern erlaubt.
    Es gibt verschiedene Gründe, die für einen ID Release-Spender sprechen:

    • Sie möchten Ihrem Kind später einmal die Chance geben, selbst zu entscheiden, ob es versuchen möchte, Kontakt zum Spender aufzunehmen oder nicht.
    • Sie sind vielleicht neugierig und möchten selbst mehr über den Spender erfahren. Denken Sie in diesem Fall aber bitte daran, dass es allein an Ihrem Kind ist, nicht an Ihnen, zu entscheiden, ob es später einmal Kontakt zum Spender möchte.
    • In Ihrem Behandlungsland sind Kinderwunschbehandlungen nur mit dem Sperma von ID Release-Spendern erlaubt.

    Indem Sie einen ID Release-Spender auswählen, geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, mehr über den Spender zu erfahren als das, was im Spenderprofil steht. Ob Ihr Kind später dann tatsächlich die personenbezogenen Daten des Spenders anfordert, bleibt seine Entscheidung. Einigen Spenderkindern ist es wichtig, so viel es geht über die eigene genetische Herkunft zu erfahren. Mit einem ID Release-Spender können Sie es Ihrem Kind in diesem Fall leichter machen. Andere Spenderkinder möchten dagegen vielleicht überhaupt keinen Kontakt zum Spender, freuen sich aber, dass sie die Möglichkeit dazu hätten.

    Mehr über die Kontaktaufnahme mit dem Samenspender erfahren Sie hier.

    Der Spender entscheidet

    Bei Cryos können Sie unter Non-ID Release- und ID Release-Spendern wählen. Wenn ein Spender mit der Samenspende bei Cryos beginnt, muss er sich entscheiden. Möchte er ein ID Release-Spender sein und damit potenziell von Spenderkindern kontaktiert werden können oder lieber ein Non-ID Release-Spender, um weiter anonym zu bleiben. Einmal gefällt, kann diese Entscheidung nicht mehr geändert werden.


    Uns ist es sehr wichtig, dass sich jeder Spender über alle Zusammenhänge im Klaren ist und sich mit seiner Entscheidung wohl fühlt. Denn seine Entscheidung betrifft nicht nur ihn, sondern auch die Spenderkinder. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, erhält der Spender im Voraus ausführliche Informationen. Er kann sich auch mit unseren erfahrenen Spenderkoordinatoren besprechen, die ihm dabei helfen, alle Folgen seiner Entscheidung voll zu verstehen.