PrivatpersonBlogWie alles begann: Unsere Kinderwunschreise mit der Internationalen Samen- und Eizellbank Cryos
Eltern von Spenderkindern

Wie alles begann: Unsere Kinderwunschreise mit der Internationalen Samen- und Eizellbank Cryos

Aaron und Kayla vor ihrem Weihnachtsbaum

Wir sind Aaron und Kayla Capener und möchten gern unsere Geschichte mit Ihnen teilen, wie wir eine Familie geworden sind. Ich bin Aaron, ein Transmann. Meine wundervolle Frau Kayla ist eine Cisgender-Frau. Unsere gemeinsame Reise war geprägt von Freude, persönlicher Weiterentwicklung und der Überwindung zahlreicher Herausforderungen. Eines der bedeutendsten und rührendsten Kapitel in unserer Geschichte ist unser Entschluss, eine Familie zu gründen. Ein Weg, der uns bis zur Internationalen Samen- und Eizellbank Cryos führte. 

Der Beginn unseres Traums

Die Vorstellung, später einmal eine Familie zu gründen, war für mich von klein auf ein Antrieb, besonders während meiner schwierigen Kindheit. Kayla und ich lernten uns bereits in der 8. Klasse kennen und verstanden uns dank unserem ähnlichen Humor und unseren geteilten Interessen und Träumen auf Anhieb. Ihre wundervolle Art faszinierte mich so sehr, dass ich sofort wusste, dass sie einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen würde – nur wusste ich damals noch nicht, wie besonders dieser Platz sein würde. Nach der Schulzeit wurde unsere Beziehung tiefer und mit unserer wachsenden Liebe begannen wir, auch unsere Zukunft zu planen – und dazu gehörten auch Kinder. Wir wussten, dass die Familienplanung für uns eine besondere Herausforderung darstellen würde, da ich ein Mann bin, der im Körper einer Frau geboren wurde. Ich befürchtete, dass der Kinderwunsch einen langwierigen medizinischen Prozess für Kayla nach sich ziehen würde. Und dass ich dadurch gezwungen sein könnte, mich mehr zu outen, als mir recht war. Eine andere Sorge war, dass die Familienplanung für jemanden wie mich finanziell schwierig werden könnte.

Trotzdem hatten wir niemals Zweifel daran, dass wir Eltern werden wollten. Wir hofften und beteten, dass der richtige Zeitpunkt kommen würde. Wir waren davon überzeugt, dass unser Traum dank medizinischer Fortschritte und mit den richtigen Ressourcen Wirklichkeit werden könnte – auch wenn das einige zusätzliche Schritte erfordern würde. Eines Nachts begann ich, online nach Informationen zu suchen, wie wir unseren Traum von einer Familie verwirklichen könnten, ohne dass mein Dasein als Trans-Mann uns zu sehr im Weg stehen würde. In dieser Hoffnung zogen wir verschiedene Möglichkeiten in Betracht und stießen schließlich auf die Internationalen Samen- und Eizellbank Cryos. 

Die Internationale Samen- und Eizellbank Cryos – eine Entdeckung

Ich wollte mit einer Samenbank zusammenarbeiten, die allen Mitgliedern der LGBTQ+-Community offen und unterstützend gegenübersteht. So stieß ich zufällig auf ein lesbisches Paar bei TikTok, das von seinen Erfahrungen mit #cryosinternational berichtete.  Für uns war Cryos weit mehr als nur ein Dienstleister – sie sind ein Hoffnungsschimmer für eine Community, die ansonsten in Einrichtungen dieser Art nicht allzu gern gesehen wird. Cryos International ist als eine der größten Samenbanken der Welt bekannt, die eine große Auswahl an Samenspendern und Dienstleistungen anbietet. Uns hat Cryos nicht nur mit seinem umfangreichen Spenderkatalog beeindruckt, sondern auch mit seinem inklusiven und unterstützenden Umgang mit Menschen wie uns. Nach einer kurzen Google-Suche wusste ich, dass ich mit Cryos einen Ausgangspunkt für meine Frau und mich gefunden hatte, um eine Familie zu gründen. 

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Der Auswahlprozess

Die Wahl des richtigen Spenders war für uns ein sehr persönlicher und bedeutender Schritt. Ich sagte meiner Frau, dass ich diesen Teil allein erledigen wollte. Ich wollte jemanden finden, der mir möglichst ähnlich sieht, und fand es einfacher, dies nicht in Gegenwart anderer zu tun. Sie vertraute mir und als ich schließlich jemand Passendes gefunden hatte, teilte ich meine Freude mit ihr!

Auch wenn ich mein Kind unabhängig von seinem Aussehen lieben würde, war es mir doch ein Anliegen, einen Spender mit lockigem braunem Haar zu finden – passend zu meinem eigenen. Ich verbrachte unzählige Stunden damit, Spenderprofile zu durchforsten, dabei spielten verschiedene Faktoren wie äußerliche Merkmale, medizinische Vorgeschichte und persönliche Interessen eine Rolle. Die umfassenden Informationen von Cryos halfen uns dabei, eine informierte Entscheidung zu treffen, um sicherzustellen, dass wir einen Spender auswählten, der unseren Werten und Hoffnungen hinsichtlich unseres zukünftigen Kindes entsprach. 

Wir waren beeindruckt von der Detailgenauigkeit und Transparenz auf Seiten von Cryos. Jedes Spenderprofil enthielt eine detaillierte medizinische Vorgeschichte, einen selbst geschriebenen persönlichen Text, Kinder-/Erwachsenenfotos (falls man sie sehen wollte) und sogar Audiodateien mit Interviews, die es uns ermöglichten, uns eine genaue Vorstellung von unserem potenziellen Spender zu machen. 

Aaron und Kayla am Tag ihrer Hochzeit

Die emotionale Reise und die ersten Schritte in Richtung Elternschaft

Die Gründung einer Familie war für uns sowohl spannend als auch nervenaufreibend. Wir erlebten eine große Bandbreite an Emotionen, von Freude und Vorfreude bis hin zu Ängsten und Unsicherheiten. Auf dieser nicht ganz einfachen Reise unterstützten wir uns gegenseitig und schöpften Kraft aus unserer unerschütterlichen Liebe und Treue zueinander.

Kayla verfolgte ihren Eisprung sehr genau und als wir schließlich einen passenden Spender gefunden hatten, bestellten wie unsere erste Charge und wagten somit unseren ersten Schritt in Richtung Elternschaft. WIR WAREN SO AUFGEREGT. Wir entschieden uns für die Selbstinsemination, wobei wir Kaylas Eisprung zu Hause mithilfe von Teststreifen überwachten, um die Insemination zum optimalen Zeitpunkt durchführen zu können. Diese Methode ermöglichte es mir, ein aktiver Teil dieses Prozesses zu sein. Ich fühlte mich sehr privilegiert, meiner Frau unser wundervolles Baby schenken zu können. Das war für mich nicht nur eine Bestätigung, sondern es war auch ein Geschenk, an diesem Prozess in so großem Ausmaß beteiligt sein zu können – vor allem für jemanden, der selbst keine Kinder zeugen kann. Durch sorgfältiges Timing versuchten wir, unsere Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft so weit wie möglich zu steigern.

Die Wartezeit nach unserem ersten Versuch war von Vorfreude und Hoffnung geprägt. In dieser Zeit fanden wir Trost in der bedingungslosen Unterstützung und Ermutigung unserer engen Freunde, die uns auf dieser Reise begleiteten.

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Die Freude über die Schwangerschaft

Als wir erfuhren, dass Kayla schwanger war, war die Freude riesengroß. Sie überraschte mich damit, dass sie in mein Büro stürmte und rief: „Der Test ist positiv!“, obwohl wir eigentlich erst ein paar Tage später testen wollten. Dabei überraschte mich der Gedanke sehr, dass ich Vater werde – etwas, wovon ich glaubte, es niemals zu erleben. Tränen vor Freude, Lachen und herzliche Umarmungen läuteten ein neues Kapitel in unserem Leben ein. Unser Traum von der eigenen Familie wurde endlich Wirklichkeit, und wir konnten es kaum erwarten, unseren kleinen Schatz willkommen zu heißen.

Während der Schwangerschaft teilten wir unsere Geschichte in der Community, um auch andere LGBTQ+-Paare zu ermutigen, die vor ähnlichen Herausforderungen standen. Wir wollten zeigen, dass sich jede und jeder mit Liebe, Entschlossenheit und den richtigen Ressourcen den Kinderwunsch erfüllen kann. Auch wenn er unerreichbar scheint.

Blick in die Zukunft

Wir haben weiterhin große Freude an unserem inzwischen sechs Monate alten Kind und lassen unsere Reise immer wieder voller Dankbarkeit und Glück Revue passieren. Die Internationale Samen- und Eizellbank Cryos spielte eine entscheidende Rolle bei der Verwirklichung unseres Traums: Sie bot uns die Ressourcen und den Support, um unseren individuellen Weg zum Elternglück zu meistern.

Unsere Geschichte ist ein Appell an die Kraft der Liebe und an die Bedeutung von Inklusion in der Familienplanung. Wir hoffen, dass unser Beispiel unzählige andere Menschen inspiriert und beweist, dass der Kinderwunsch für alle in Erfüllung gehen kann, wenn man einen starken Willen, Unterstützung und ein bisschen Mut mitbringt – ganz gleich aus welchem Umfeld oder welcher Lebenssituation man kommt.

Mit unserer Geschichte wollen wir anderen trans- und cisgeschlechtlichen Paaren Mut machen, an ihrem Kinderwunsch festzuhalten. Wir stehen für Hoffnung und Resilienz und feiern die Schönheit und Einzigartigkeit einer jeden Familie, ganz gleich, wie sie entsteht.

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