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6 Irrtümer über lesbische Eltern

Familie mit zwei Müttern in den Bergen

Leider haben viele Menschen die Vorstellung, dass es Kindern in Familien mit zwei Müttern nicht wirklich gutgeht. Das stimmt natürlich nicht! Wir räumen daher hier mit den häufigsten Irrtümern und den daraus entstehenden Vorurteilen auf.

Irrtum Nr. 1 – Kinder von lesbischen Eltern brauchen eine Vaterfigur

Das ist wahrscheinlich eine der falschen Vorstellungen über Familien mit zwei Müttern, die man am häufigsten hört. Manche Leute scheinen zu glauben, dass ein Kind nur glücklich und gesund aufwachsen kann, wenn es eine Art „Vater“ hat. Forschungsergebnisse zeigen jedoch immer wieder, dass es Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften genauso gut geht und sie genauso gut aufwachsen wie bei heterosexuellen Paaren. Den Kindern ist das Geschlecht ihrer Eltern egal. Wichtig ist nur, dass sie geliebt, getragen und versorgt werden.

Irrtum Nr. 2 – Lesbische Eltern erziehen ihre Kinder zur Homosexualität

Tatsächlich glauben das manche Menschen. Aber nein. Kinder in Familien mit zwei Müttern werden später nicht automatisch schwul oder lesbisch. Die sexuelle Orientierung eines Menschen ist sehr viel komplexer als das. Die Forschung zeigt klar, dass sexuelle Identität nicht von der Umgebung abhängt, in der ein Kind aufwächst. Was stimmt, ist, dass Kinder von lesbischen Eltern womöglich offener dafür sind, ihre eigene Sexualität kennenzulernen. Immerhin wissen sie, dass das Geschlecht nichts damit zu tun hat, wie und ob man einem Partner bzw. einer Partnerin Liebe schenkt. Was die Sexualität tatsächlich beeinflusst, sind vielmehr innere Faktoren, nicht aber die Art und Weise, wie jemand aufwächst. 

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Irrtum Nr. 3 – Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern sind verhaltensauffällig

Für diese Annahme gibt es keinerlei Belege. Wieso sollten Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien auch wahrscheinlicher verhaltensauffällig sein als andere? Eine Studie hat untersucht, wie sich gleichgeschlechtliche Familien auf das Aufwachsen der Kinder auswirken. Das Ergebnis: Das Geschlecht der Eltern spielt keine Rolle, solange eine emotional und finanziell stabile Kindheit gewährleistet ist.

Irrtum Nr. 4 – Der nicht biologisch verwandte Elternteil liebt das Kind nicht genauso wie der leibliche Elternteil

Auch diese irrige Annahme ist häufig. Manche denken, dass der nichtbiologische Elternteil nicht die gleiche Bindung zum Kind haben und das Kind nicht so lieben kann, wie der Elternteil, der das Kind ausgetragen hat. Dass sich ähnliches Aussehen und eine biologische Verwandtschaft (und dadurch vielleicht auch eine ähnliche Persönlichkeit) positiv auswirken können, steht außer Frage. Was hier aber übersehen wird, ist, dass der wichtigste Faktor in der Beziehung zwischen Kind und Eltern erst durch Liebe, Halt und das gemeinsame Erleben entsteht. Eltern zu sein bedeutet, Sicherheit und Halt zu schenken und das Kind so zu begleiten, dass es wachsen und sich entwickeln kann.

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Irrtum Nr. 5 – Kinder aus Familien mit zwei Müttern werden gemobbt

Manche haben Sorge, dass Kinder aus Familien mit zwei Müttern einfach deshalb gemobbt werden, weil sie Spenderkinder sind oder aus einer Familienkonstellation kommen, die „anders“ ist. Keine Studie, keine Forschungsarbeit belegt diese Annahme. Vielmehr können Kinder auch ohne diesen Hintergrund herausgepickt und aus beliebigen anderen Gründen Schikanen ausgesetzt sein. Sie können Ihre Kinder nicht ganz davor schützen, schlechte Erfahrungen zu machen, wie etwa Mobbing. Indem Sie sie über das Problem aufklären und ihnen klar machen, wie besonders Ihre Familie ist, werden sie sogar stolz und glücklich sein, zwei Mütter zu haben.

Irrtum Nr. 6 – Kinder in gleichgeschlechtlichen Familien haben Probleme, sich ihrer Geschlechtsidentität klar zu werden

Bislang wurden noch keine Studien durchgeführt, um diese Annahme in irgendeiner Weise zu bestätigen. Wieso sollten Kinder aus Familien mit zwei Müttern hiermit ein Problem haben? Gleich mehrere Studien zeigen, dass es Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften genauso gut geht und sie genauso gut aufwachsen wie bei heterosexuellen Paaren. Die Forschung zeigt zudem, dass Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien genauso wie Kinder aus heterosexuellen Familien verschiedene Rollenbilder kennenlernen. Auch sie haben Großeltern, Lehrerinnen und Lehrer, Trainer, Onkel, Tanten, Freundinnen und Freunde und Nachbarn. 

Wahre Geschichten lesbischer Eltern

Vorurteile und falsche Annahmen gründen oft auf Missverständnissen oder einfach mangelndem Wissen. Aufklärung ist somit das Mittel der Wahl, um sie auszuräumen. Indem wir Irrtümer aufklären und Faktenwissen vermitteln, können wir dazu beitragen, die Hindernisse und Vorurteile, denen sich lesbische Paare gegenüber sehen, zu überwinden. Zum Glück gibt es viele lesbische Eltern, die Tag für Tag zeigen, dass nichts an den oben geschilderten Annahmen dran ist. In unserem Blog finden Sie Erfahrungsberichte mehrerer lesbischer Eltern und können nachlesen, wie diese ihre Kinderwunschreisen erlebt haben:

Wenn Sie in einer lesbischen Partnerschaft sind und sich ein Kind wünschen, können Gespräche mit anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, oder lesbischen Paaren, die bereits Kinder haben, helfen. Beides finden Sie in der Facebook-Gruppe „Family Dreams“. Unser Customer Care Team hilft Ihnen bei Fragen zu Kinderwunschbehandlungen mit Spendersamen ebenfalls gern weiter.

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