IVF und reziproke IVF für lesbische Paare: Ein umfassender Leitfaden
Für lesbische Paare, die sich ein Kind wünschen, sind In-vitro-Fertilisation (IVF) und reziproke IVF zwei wichtige und beliebte Möglichkeiten. Insbesondere für lesbische Paare, bei denen beide Partnerinnen in die Kinderwunschbehandlung einbezogen werden wollen, ist eine reziproke IVF eine passende Option. Die eine Partnerin stellt die Eizellen zur Verfügung, die andere Partnerin übernimmt die Schwangerschaft. Dieser Blogbeitrag widmet sich dem Unterschied zwischen reziproker IVF und normaler IVF.
Reziproke IVF – die bevorzugte Behandlungsoption vieler lesbischer Paare
Reziproke IVF (auch bekannt als geteilte Mutterschaft oder ROPA-Methode) ist für viele lesbische Paare die bevorzugte Kinderwunschbehandlung, da beide Partnerinnen eingebunden sind. Eine Partnerin spendet die Eizellen, während die andere die Schwangerschaft austrägt und das Kind zur Welt bringt. Durch diese Methode entsteht für beide Partnerinnen eine biologische Verbindung zum Kind – eine genetische auf der einen und eine durch Schwangerschaft und Geburt auf der anderen Seite. Viele Menschen sind der Überzeugung, dass die gemeinsame biologische Beteiligung zu einer tieferen Bindung führt.
Bitte informieren Sie sich vor Behandlungsbeginn ausführlich über die reziproke IVF, da dieses Verfahren in einigen Ländern nicht zugelassen ist. Daher kann es sein, dass Sie mit der reziproken IVF auch den sogenannten Kinderwunsch-Tourismus in Kauf nehmen und zur Durchführung der Behandlung in ein anderes Land reisen müssen. Für weitere Einblicke besuchen Sie einen der folgenden Links:
- Eine persönliche Geschichte zum Thema Kinderwunsch-Tourismus
- Phoebe und ihre Frau haben ihre Kinderwunschbehandlung im Ausland durchgeführt
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Was ist der Unterschied zwischen IVF und reziproker IVF?
Wenn lesbische Paare eine Familie gründen wollen, gehört oft eine Kinderwunschbehandlung zur Reise in die Elternschaft. In den letzten Jahren erfüllen sich immer mehr lesbische Paare ihren Kinderwunsch mithilfe von IVF oder reziproker IVF. Nachfolgend erläutern wir die Unterschiede zwischen den beiden Behandlungstypen.
| Behandlungsmethode | Behandlungsverlauf | Vorteile | Kosten |
| IVF (In-vitro-Fertilisation) | Bei IVF wird die Eizellenproduktion mithilfe von Fruchtbarkeitsmedikamenten angeregt. Die Eizellen werden dann entnommen und mit Samen befruchtet. Im Idealfall entwickeln sich Embryonen, von denen anschließend ein einzelner in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird. | Das bietet höhere Chancen auf eine Schwangerschaft, da die Befruchtung im Labor erfolgt. | Die Kosten für eine IVF-Behandlung beginnen in der Regel bei 6.000 EUR pro Behandlung. |
| Reziproke IVF (geteilte Mutterschaft) | Bei der reziproken IVF werden die Eizellen einer Partnerin stimuliert, entnommen und befruchtet. Die daraus resultierenden Embryonen werden dann in die Gebärmutter der anderen Partnerin eingesetzt. | An diesem Prozess sind beide Partnerinnen beteiligt: eine als genetische Mutter, die die Eizellen liefert, die andere über Schwangerschaft und Geburt. | Die Kosten für reziproke IVF sind in der Regel etwas höher als bei einer klassischen IVF, da es sich um einen komplizierteren Vorgang handelt. |
Beide Behandlungstypen bieten guten Chancen auf eine Schwangerschaft für lesbische Paare. Unabhängig von Ihrer Entscheidung für IVF oder reziproke IVF ist Spendersamen für diese Behandlung erforderlich. Wenn Sie erwägen, sich als lesbisches Paar einer IVF-Behandlung zu unterziehen, und neugierig auf die in unserer Spendersuche verfügbaren Samenspender sowie die Preise für Spendersamen sind, finden Sie unter den folgenden Links weitere Informationen:
Wie eine In-vitro-Fertilisation und eine reziproke IVF abläuft und funktioniert
IVF ist eine künstliche Befruchtungsmethode, bei der Embryologen eine Eizelle im Labor mit Sperma befruchten. Im Rahmen dieses Prozesses stellt die reziproke IVF eine einzigartige Möglichkeit dar, die in Schritt 5 näher erläutert wird.
- Schritt 1 – Stimulation der Eierstöcke: Der Prozess beginnt mit einer Hormonstimulation zur Steigerung der Eizellproduktion. Die Hormone werden in der Regel über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen injiziert, bevor die Eizellen entnommen werden.
- Schritt 2 – Eizellüberwachung: Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen verfolgen die Entwicklung der Eizellen. Die Größe der Follikel und ihr Wachstum werden gemessen, um zu bestimmen, wann die Auslösespritze verabreicht werden soll.
- Schritt 3 – Eizellentnahme: Sind Eizellen zu einer gewissen Größe herangereift, steht die Eizellentnahme an: Eine autorisierte Ärztin oder ein Arzt entnimmt die Eizellen vorsichtig und platziert sie auf einer Petrischale. Nach diesem Eingriff brauchen Sie Ruhe und sollten sich den Rest des Tages schonen.
- Schritt 4 – Befruchtung: Die reifen Eizellen werden dann mit Spendersamen befruchtet und für fünf bis sechs Tage überwacht.
- Schritt 5 – Embryonentransfer (hier unterscheidet sich die IVF von der reziproken IVF): Die erfolgreich entwickelten Embryonen werden dann in die Gebärmutter der Frau eingesetzt, die die Schwangerschaft austragen möchte. Das kann dieselbe Frau sein oder Ihre Partnerin (reziproke IVF). In der Regel wird nur ein Embryo eingesetzt und die übrigen werden eingefroren aufbewahrt. Nach zwei Wochen wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt, um den Erfolg zu bestätigen.
Gesundheitsrisiken: Die IVF-Behandlung ist im Allgemeinen ein sicherer Eingriff, bei dem Risiken auftreten können, die gut erforscht und in der Regel gut behandelbar sind. Zu den Risiken zählen das ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS), das selten auftritt und in der Regel komplikationslos verläuft, sowie temporäre Nebenwirkungen, die durch hormonelle Veränderungen entstehen.
Rechtliches: Lesbische Paare sollten sich insbesondere bei einer reziproken IVF ausführlich über die rechtliche Lage informieren. Dabei könnte es ggf. notwendig sind, die Elternrechte der Eizellspenderin gerichtlich zu regeln. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an einen Rechtsbeistand, um die Interessen beider Elternteile und der Kinder zu schützen.
Der Kostenunterschied zwischen IVF und reziproker IVF
In Großbritannien beginnen die Preise für eine IVF-Behandlung bei 6.000 EUR pro Durchgang. Je nach Standort, der Anzahl der Behandlungen und den Klinik-Paketen kann dieser Preis jedoch höher ausfallen. In der Regel beinhaltet die Behandlung Beratungsgespräche mit Kinderwunschspezialist*innen, Ultraschalluntersuchungen, Blutabnahmen, die Verabreichung von Medikamenten sowie den eigentlichen IVF-Eingriff. Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, empfehlen wir Ihnen, sich zu erkundigen, ob die Kosten für eine Kinderwunschbehandlung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden; denn dadurch lassen sich die Gesamtkosten einer IVF-Behandlung oftmals reduzieren.
Die Kosten für eine reziproke IVF variieren je nach Behandlungsland und Kinderwunschklinik. Im Vergleich zur klassischen IVF ist die reziproke IVF oft kostspieliger, da das Verfahren komplexer als eine normale IVF ist, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.
Erfolgsquoten von IVF-Behandlungen mit gefrorenen Embryonen
Laut NHS betrug die Geburtenrate pro übertragenem Embryo bei IVF-Behandlungen im Jahr 2021:
- 31% bei Frauen unter 35
- 27% bei Frauen zwischen 35 und 37
- 22% bei Frauen zwischen 38 und 39
- 17% bei Frauen zwischen 40 und 42
- 14% bei Frauen zwischen 43 und 44
- 17% bei Frauen über 44
IVF ist nicht die einzige Option für lesbische Paare
Dieser Blogbeitrag konzentriert sich auf die In-vitro-Fertilisation (IVF) für lesbische Paare, dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass es auch andere Behandlungsmethoden für lesbische Paare gibt, um sich ihren Traum vom eigenen Kind zu erfüllen. Darunter die Folgenden:
- Intrauterine Insemination (IUI) mit Spendersamen
- In-vitro-Fertilisation (IVF) mit Spendersamen
- Reziproke IVF
- Adoption
Für viele dieser Optionen sind Spendersamen erforderlich. Wenn Sie erwägen, sich als lesbisches Paar einer IVF-Behandlung zu unterziehen, und neugierig auf die in unserer Spendersuche verfügbaren Samenspender sind, besuchen Sie doch einfach einmal unsere Samenspendersuche unter dem folgenden Link.
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