Alles, was Sie über die Spermienzahl wissen müssen
Wussten Sie, dass Ihre Spermienzahl als niedrig gilt, wenn sich in einem Milliliter Ihres Spermas weniger als 15 Millionen Samenzellen befinden? In diesem Blogartikel erfahren Sie mehr über die Spermienzahl. Wir zeigen Ihnen, was es damit auf sich hat, wie diese Zahl bestimmt wird und wie sich eine niedrige Spermienzahl eventuell behandeln lässt.
Was hat es mit der Spermienzahl auf sich?
Ist von der Spermienzahl die Rede, geht es um die Anzahl der Samenzellen in einem Ejakulat. Die Spermienzahl eines Mannes wird dabei in Samenzellen pro Milliliter Sperma gemessen. In der Regel sind in einem Milliliter Sperma Millionen von Samenzellen enthalten. Wie viele als ausreichend gelten, zeigen wir Ihnen weiter unten.
Wann gilt die Spermienzahl als niedrig?
Bei weniger als 15 Millionen Samenzellen je Milliliter Sperma gilt Ihre Spermienzahl als niedrig. Die Folge: Ihre Chancen, auf natürlichem Wege ein Kind zu zeugen, können reduziert sein.
Wann gilt die Spermienzahl als normal?
Bei 15 bis 200 Millionen Samenzellen pro Milliliter Sperma gilt die Spermienzahl als normal.
Wann gilt die Spermienzahl als hoch?
Eine hohe Spermienzahl liegt vor, wenn ein Mann mehr als 200 Millionen Samenzellen pro Milliliter Sperma aufweist. Eine hohe Spermienzahl bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass der jeweilige Mann fruchtbarer ist als andere. Sie ist allerdings ein Zeichen für eine gute Spermienqualität.
Wann spricht man von einer ausreichenden Spermienzahl?
Liegt Ihre Spermienzahl zwischen 15 und 200 Millionen Samenzellen pro Milliliter Sperma, sollte das für eine Schwangerschaft völlig ausreichen. Beachten Sie aber bitte: Spermienzahl ist nicht gleich Spermienqualität. Es kann daher sein, dass Sie auch bei ausreichender Spermienzahl möglicherweise zeugungsunfähig sind. Lesen Sie einfach weiter, wenn Sie mehr über den Unterschied zwischen Spermienzahl und Spermienqualität erfahren möchten.
Was ist der Unterschied zwischen Spermienzahl und Spermienqualität?
Bei der Betrachtung der Spermienzahl dürfen wir einen wichtigen Punkt nicht vergessen: Spermienzahl ist nicht gleich Spermienqualität. Die Spermienqualität ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie der Form der Samenzellen, ihrer Beweglichkeit (der sogenannten Spermienmotilität), ihrer Fähigkeit, in die Eizelle einzudringen, sowie von der Anzahl der Samenzellen im Ejakulat. Ihre Spermienqualität kann also ganz normal sein, auch wenn Ihre Spermienzahl niedrig ist.
Schwanger werden bei normaler Spermienzahl
Selbst bei normaler Spermienzahl können Sie von Unfruchtbarkeit betroffen sein. So dauert es, auch wenn sonst alles normal ist, manchmal einfach etwas länger. In solchen Fällen ist es am besten, es weiter zu versuchen und den Eisprung Ihrer Partnerin im Blick zu behalten, damit Sie möglichst kurz vor dem Eisprung Sex miteinander haben können. So erhöhen Sie die Chancen auf eine Schwangerschaft. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie Sie die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen können, folgen Sie einfach dem Link zu unserem Blogartikel zum Thema.
Wenn Sie schon länger als ein Jahr vergeblich versuchen, schwanger zu werden, sollten Sie eine Kinderwunschbehandlung in Betracht ziehen, um sich den Traum vom eigenen Kind zu erfüllen. Wenn Ihre Spermienzahl normal ist, wird zunächst eine intrauterine Insemination (IUI) das Mittel der Wahl sein. Bei dieser Form der künstlichen Samenübertragung spritzt eine medizinische Fachkraft Ihr Sperma mit einer dünnen Kunststoffkanüle in die Gebärmutter Ihrer Partnerin. So gelangen die Samenzellen näher an die Eizelle, sodass eine Befruchtung wahrscheinlicher wird.
Was beeinflusst die Spermienzahl?
Studien haben gezeigt, dass mehrere Faktoren bei der Spermienzahl eine Rolle spielen und daher Einfluss darauf haben, ob Sie auf natürlichem Wege zeugungsfähig sind oder nicht. Zu den wichtigsten Faktoren gehören hierbei:
- Alter: Laut Studie sinkt die Spermienzahl mit jedem Lebensjahr um 2,1 Prozent. Andere Studien konnten Ähnliches bestätigen. In der Studie wurde festgestellt, dass Männer zwischen 40 und Ende 50 etwa 40 % weniger Spermatiden (eine frühe Entwicklungsform der Samenzelle) aufweisen als Männer zwischen 20 und Ende 30.
- Gesundheit: Ob es eine Verbindung zwischen Gesundheit und Spermienzahl gibt, ist nicht abschließend geklärt, doch wird allgemein angenommen, dass eine bessere Gesundheit zu einer höheren Spermienzahl führt.
- Lebensstil: Ein gesunder Lebensstil, also gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Drogen oder Alkohol, führt in der Regel zu einer höheren Spermienzahl.
- Medikamente: Die meisten Medikamente haben keinen negativen Einfluss auf die Spermienzahl. Aber es gibt Ausnahmen, so etwa bestimmte Chemotherapeutika, die die Spermienzahl massiv reduzieren können.
Niedrige Spermienzahl
Wenn Sie bisher keine Probleme beim Kinderkriegen hatten oder es bisher nicht versucht haben, sagt Ihnen der Begriff „niedrige Spermienzahl“ vermutlich nichts. Doch immer mehr Männer müssen sich damit auseinandersetzen, wenn sie mit ihrer Partnerin ein Kind möchten, es aber nicht klappt. Jedes dritte heterosexuelle Paar ist von Unfruchtbarkeit betroffen, oft aufgrund einer niedrigen Spermienzahl.
Wann spricht man von einer niedrigen Spermienzahl?
Die Spermienzahl ist niedrig, wenn die Anzahl der Samenzellen in Ihrem Ejakulat niedriger ist als normal, d. h. wenn weniger als 15 Millionen Samenzellen je Milliliter Sperma vorhanden sind.
Wenn in Ihrem Ejakulat überhaupt keine Samenzellen enthalten sind, spricht man von Azoospermie. Liegt bei Ihnen eine Azoospermie vor, ist es nahezu ausgeschlossen, dass Sie mit Ihrem Sperma ein Kind zeugen können. In diesem Fall sollten Sie sich über Alternativen Gedanken machen. Dazu kann auch Spendersamen gehören, also gespendetes Sperma.
Anzeichen einer niedrigen Spermienzahl und Ursachen
Eine niedrige Spermienzahl zeigt sich häufig nicht an äußeren Symptomen. Nur durch ein Mikroskop und das Zählen der Samenzellen im Ejakulat lässt sie sich feststellen. Oft liegt aber auch ein anderes Problem zugrunde, wie etwa ein hormonelles Ungleichgewicht oder eine angeborene Chromosomenstörung.
Falls es doch körperliche Symptome gibt, dann können dies sein:
- Schmerzen oder Schwellungen im Bereich der Hoden
- Fehlender Sexualtrieb oder Erektionsstörungen
- Reduzierte Behaarung im Gesicht und am Körper aufgrund einer Hormonstörung
Schwanger werden bei niedriger Spermienzahl
Wenn Sie eine Änderung Ihres Lebensstils nicht weiterbringt, können Sie und Ihre Partnerin es mit einer Kinderwunschbehandlung versuchen. Je nach Anzahl der Samenzellen je Milliliter Sperma stehen Männern mit einer niedrigen Spermienzahl verschiedenen Behandlungen offen. Unten stellen wir Ihnen die verschiedenen Kinderwunschbehandlungen vor und führen aus, inwiefern diese Männern mit einer niedrigen Spermienzahl bei ihrem Kinderwunsch helfen können. Um mehr über das Thema zu erfahren, folgen Sie gerne dem Link zu unserem Blogartikel, in dem Sie erfahren, wie Sie auch bei einer niedrigen Spermienzahl ein Kind bekommen können.
IVF-Behandlung: Eine In-vitro-Fertilisation (kurz IVF) ist aufwendiger als eine intrauterine Insemination (IUI) oder intrazervikale Insemination (ICI), da hier die Eizellen zunächst aus den Eierstöcken entnommen und dann im Labor mit Samenzellen befruchtet werden. Nach der Befruchtung wachsen sie bei gutem Verlauf zu Embryos heran, die vom Arzt bzw. der Ärztin dann wieder in den Körper der Frau transferiert werden. Bei einer niedrigen Spermienzahl ist die IVF vermutlich die Kinderwunschbehandlung, die Sie zuerst versuchen werden, da hier die Samenzellen direkt mit der Eizelle in eine Petrischale gegeben werden, was die Chance auf eine Befruchtung erhöht.
ICSI-Behandlung: Die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ähnelt der In-vitro-Fertilisation, allerdings wird hier die Samenzelle direkt in die Eizelle injiziert. Eine ICSI ist selbst für Männer mit einer sehr niedrigen Spermienzahl (oder niedrigen Spermienmotilität) eine gute Möglichkeit, doch noch Vater zu werden.
Wenn keine der genannten Kinderwunschbehandlungen erfolgreich ist, benötigen Sie eventuell die Hilfe eines Samenspenders. Für den Anfang können Sie sich gerne die Erfahrungsberichte anderer Männer durchlesen, die mithilfe einer Samenspende Vater geworden sind:
- Toyah und ihr Mann haben dank Samenspende drei Kinder bekommen
- Wie es ist, Vater eines Spenderkinds zu sein: Ich bin froh, Papa zu sein
- Die Geschichte von Eloise: Spendersamen hat unser Leben verändert
Wenn Sie mögen, können Sie in unserer Spendersuche auch direkt schauen, welche Samenspender verfügbar sind. Drücken Sie den Button weiter unten und besuchen Sie unsere Samenspendersuche.


